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Corona Mallorca Urlaub

Spanien ist jetzt Risikogebiet - Reisewarnung ausgesprochen - Was müssen Urlauber beachten?

Wegen steigender Infektionszahlen ist jetzt fast ganz Spanien als Corona-Risikogebiet ein - auch Mallorca. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen.

Das Urlaubsland Spanien gilt - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun als Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen. Das entschieden die beteiligten Bundesministerien am Freitag. Auch Mallorca ist davon betroffen. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben.

In Spanien sind die Zahlen der Corona-Fälle in den vergangenen Tagen enorm angestiegen. Zuletzt wurden 2933 Fälle innerhalb 24 Stunden vermeldet.

Reisewarnung für Spanien, Mallorca und die Balearen

Wenn es in Ländern oder einzelnen Regionen sieben Tage am Stück mehr als 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner gibt, droht die Reisewarnung. Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Auf Mallorca sei insbesondere die Inselhauptstadt Palma de Mallorca stark von Corona betroffen

Eine Reisewarnung bestand bereits zuvor für die spanischen Gebiete Katalonien, Aragón, das Baskenland, Navarra und die Hauptstadt Madrid.

Was ändert sich an meinem Urlaub?

Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich schon im Urlaubsland in den 48 Stunden vor der Abreise testen. Dann müssen sie den Test aber selbst bezahlen. Oder sie lassen sich bis zu drei Tage nach der Rückkehr in Deutschland testen. Das ist dann kostenlos. In häuslicher Quarantäne muss man so lange bleiben, bis das Testergebnis da ist. In der Regel dauert das laut Gesundheitsministerium 24 bis 48 Stunden.

Was passiert bei positivem Coronatest-Ergebnis?

Ein positives Ergebnis meldet das Labor direkt an das Gesundheitsamt, und man muss für bis zu 14 Tage in Quarantäne. Ein negatives Ergebnis heißt in den meisten Bundesländern, dass keine häusliche Quarantäne mehr nötig ist, wie das Bundesgesundheitsministerium erläuterte. Die Test-Bescheinigung müssen Reisende selbst ans Gesundheitsamt schicken. Falls Einreisende aus Risikogebieten auf Aufforderung keinen Test dulden, drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro - die Höhe soll aber verhältnismäßig festgelegt werden.

Mehrere Länder in der EU sind Risikogebiete

Aus der EU stehen aktuell auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste der Risikogebiete. Diese Einstufung ist nicht gleichbedeutend mit einer Reisewarnung, die das Auswärtige Amt für Länder ausspricht. Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Bisher gab es auch für Spanien schon Reisewarnungen - für die Hauptstadt Madrid, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava sowie für das spanische Baskenland und die Regionen Navarra und Aragón.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber die abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Spanien ist Risikogebiet - Harter Schlag für spanische Wirtschaft - Jobs in Gefahr

Für die spanische Wirtschaft ist die Entscheidung aus Berlin eine weitere Hiobsbotschaft. Mehr als zwölf Prozent trägt die Tourismusbranche in normalen Jahren zum Bruttoinlandsprodukt Spaniens bei. Auf Mallorca liegt der Anteil sogar jenseits der 30 Prozent. Davon dürfte dieses Jahr nicht viel übrig bleiben. Und viele der landesweit 2,5 Millionen vom Tourismus abhängigen Jobs sind in Gefahr.

Corona-Infektionszahlen in Spanien steigen stark

Die Infektionszahlen in Spanien seit Wochen nur eine Richtung - nach oben. Pro Tag werden zurzeit in dem Land mit gut 47 Millionen Einwohnern fast 3000 Neuinfektionen pro Tag registriert. Das ist wieder so hoch wie im April. Zum Vergleich: In Deutschland mit 83 Millionen Einwohnern waren es am Freitag 1449, auch das schon sehr beunruhigend. Der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa kündigte deshalb am Freitag neue drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus an.

Spanien kündigt drastische Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung an

Das Nachtleben werde landesweit unterbunden, das Rauchen im öffentlichen Raum verboten, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, und Alkohol dürfe nicht mehr im Freien getrunken werden, sagte der Minister nach einer Krisensitzung mit den Vertretern der Regionen in Madrid. Letzteres zielt vor allem auf die bei jungen Leuten beliebten feuchtfröhlichen Partys nachts am Strand oder in Parks.

Reiseveranstalter Tui sagt Pauschalreisen nach Spanien ab

Wegen steigender Corona-Zahlen in Spanien hat die Bundesregierung fast das ganze Land zum Risikogebiet erklärt. Zugleich warnt sie vor Reisen in das beliebte Urlaubsland einschließlich Mallorca. Tui sagte nun Pauschalreisen dorthin ab. Wer will, kann auch früher nach Hause.