15° / 6°
Corona Reise aktuell

Risikogebiete und Reisewarnung: Was ist der Unterschied?

Urlaub in Corona-Risikogebieten trotzt Reisewarnung: Aktuell gilt für Rückkehrer bei Einreise nach Deutschland die Testpflicht. Doch was ist der Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung?

Viele Menschen fragen sich aktuell: Wo liegt eigentlich der Unterschied bei der Reise in ein Land das als Risikogebiet eingestuft wurde und einem Land für das eine Reisewarnung besteht. (Symbolbild)
Viele Menschen fragen sich aktuell: Wo liegt eigentlich der Unterschied bei der Reise in ein Land das als Risikogebiet eingestuft wurde und einem Land für das eine Reisewarnung besteht. (Symbolbild)
dpa

Noch nie war Urlaub machen so schwer, wie im Sommer 2020. Angesichts der Corona-Krise sind Reisen in viele Gebiete der Welt gar nicht, oder nur eingeschränkt möglich. Manche Länder und Regionen gelten als Risikogebiet, für wieder andere gilt eine Reisewarnung. Doch was bedeutet das für Urlauber und wo liegt der Unterschied zwischen den beiden Begriffen?

Das ist der Unterschied zwischen Risikogebieten und Ländern mit einer Reisewarnung

Wenn ein Land oder eine Region als Risikogebiet eingestuft wurde, ist dies nicht gleichzusetzen mit einer Reisewarnung.

Reisewarnung ist ein Appell des Auswärtigen Amts, keine Reisen in das betroffene Land oder die Region zu machen. Ausgesprochen wird eine Resewarnung dann, wenn für Reisende Gefahr für Leib und Leben droht. Bei deutschen Anbieter können Urlauber ihre Buchung dann stornieren.

Risikogebiete sind alle Regionen weltweit mit erhöhtem Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus. Aber auch Regionen mit niedrigen Fallzahlen, aber zu wenigen Testkapazitäten oder unzureichenden Maßnahmen zur Eindämmung Corona-Pandemie.

Eine der aktuell wegen Corona bestehenden Reisewarnungen kann auch vor dem festgelegten Ende, dem 31. August, bereits wieder aufgehoben werden. Gilt ein Staat als Risikogebiet, ist das aber eher unwahrscheinlich. Zudem ist ein Corona-Test bei der Rückreise nach Deutschland verpflichtend. Können Rückkehrer aus Risikogebieten kein negatives Testergebnis nachweisen, droht eine Quarantänepflicht.

Was sind Corona-Risikogebiete und wer legt sie fest?

Seit Samstag, 8. August 2020, muss jeder Bürger, der aus einem Corona-Risikogebiet zurück nach Deutschland reist, einen Pflichttest auf das Coronavirus machen. Wenn das Testergebnis positiv ist, muss der Rückkehrer 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. Ein Corona-Test kann an verschiedenen Testzentren in ganz Deutschland gemacht werden. Auch an vielen Flughäfen können Reisende einen Corona-Test machen. Zudem sind an den deutschen Grenzen mehrere Teststationen eingerichtet worden, wie zum Beispiel an der bayrisch-österreichischen Grenze.

Der Test kann aber auch im Ausland gemacht werden. Das sind die Voraussetzungen:

  • Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut unter www.rki.de/covid-19-tests aufgeführten Staat durchgeführt worden sein.

  • Das Testergebnis darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein.

  • Die Testbescheinigung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

Wann wird ein Land oder Gebiet als Risikogebiet festgelegt?

Das Robert-Koch-Institut nennt hierbei drei Faktoren:

  • Wenn das Land mehr als 50 Covid-19-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hat.

  • Wenn in dem Land keine ausreichende Testkapazität gewährleistet werden kann oder die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus unzureichend sind (Abstandregeln, Hygienevorschriften usw.)

  • Wenn für das Land keine verlässlichen Informationen vorliegen.

Wer legt die Corona-Risikogebiete fest?

Diese Behörden entscheiden darüber, welche Länder als Risikogebiete zählen:

  • Das Bundesgesundheitsministerium

  • Das Innenministerium

  • Das Auswärtige Amt

Corona Reisewarnung: Was bedeutet das?

Immer wieder hört man von Reisewarnungen für alle möglichen Länder, Staaten und Regionen rund um den Globus. Um genau zu sein: Bis zum 31. August sind es mehr als 160 Staaten außerhalb der EU für die aktuell (Stand 14.8.2020) eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt. Für Reisen innerhalb der EU sieht es da schon etwas besser aus. Nach einem Beschluss vom Bundeskabinett wurde die weltweite Reisewarnung zum 15. Juni 2020 für die meisten europäischen Staaten aufgehoben.

Wer entscheidet, für welches Land oder Gebiet es eine Reisewarnung gibt?

Das Auswärtige Amt entscheidet anhand verschiedener Informationen und gibt eine Einschätzung der Gefahrenlage im jeweiligen Land ab. Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt. Deutsche, die in diesem Land/dieser Region leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.