Gute Nachricht, aber es schien absehbar: Mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen gibt es im ersten Halbjahr 2023. Mit dafür verantwortlich ist das Deutschlandticket. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, waren im Jahresvergleich zehn Prozent mehr Menschen im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen unterwegs – die Fahrgastzahl wurde mit 5,3 Milliarden angegeben. Zu dem Anstieg habe auch das seit Mai gültige 49-Euro-Ticket beigetragen, hieß es. Das teilte die Agence France Press (AFP) jetzt mit.
So wirkte sich das 9-Euro-Ticket auf die Fahrgastzahlen aus
Bereits 2022 hatte der Vorgänger – das Neun-Euro-Ticket – für den Nahverkehr einen ähnlichen Effekt auf die Fahrgastzahlen, wie die Statistiker in Wiesbaden ausführten. Allerdings galt es erst ab Juni, daher war das Ausmaß geringer. Insgesamt lag das Fahrgastaufkommen aber noch immer 13 Prozent unter dem Wert des ersten Halbjahres 2019 vor der Corona-Pandemie.
Wo besonders viele Menschen mit Bus und Bahn fahren
Doch welcher Bereich des ÖPNV ist besonders stark betroffen von dem positiven Effekt des 49-Euro-Tickets? Sehr deutlich stiegen im ersten Halbjahr 2023 die Fahrgastzahlen im Linienfernverkehr, der in der Corona-Krise am stärksten zurückgegangen war. Wie die Behörde mitteilte, reisten im ersten Halbjahr 72 Millionen Fahrgäste in Fernzügen und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit Fernbussen reisten 4,8 Millionen Menschen - 89 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2022.
Preis des Deutschlandtickets: Wird das 49-Euro-Ticket teurer?
Das 49 Euro-Ticket ist beliebt. Doch drohen Zusatzkosten in Milliardenhöhe: Die Finanzierung des Deutschlandtickets im Nah- und Regionalverkehr wird nach einer Prognose der Verkehrsbranche im kommenden Jahr für Bund und Länder deutlich teurer. Steigt deshalb jetzt der Preis für das Deutschlandticket?