„Der absolute Wahnsinn“ wiederholt sich. Die Fans haben das Aufstiegsmotto von 1999, als der SSV Ulm 1846 in die Bundesliga durchmarschierte, hervorgeholt. Schließlich ist das Ereignis, das sich in Ulm ankündigt, genau das: der absolute Wahnsinn. Die Ulmer sind noch einen Sieg vom Zweitliga–Aufstieg entfernt. Am Samstag, wenn Viktoria Köln (14 Uhr) ins ausverkaufte Donaustadion kommt, haben es die Spatzen selbst in der Hand.
Die organisierte Fanszene hat vor dem Spiel zum Fanmarsch aufgerufen. Treffpunkt ist am Samstag, 10.30 Uhr am Rathausplatz. Vorglühbar–Chef Oliver Gomez hat Freibier in Aussicht gestellt. Von der Ulmer Stadt–Mitte aus geht es um 11 Uhr los gen Donaustadion. Für das Aufstiegsspiel hat der Klub kurzfristig zusätzliche Karten generiert. Die Anhänger aus Köln hatten ihr Ticket–Kontingent nicht vollständig ausgeschöpft, sodass der SSV Ulm den Gästeblock teilen wird. Die zusätzlichen Karten waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. Nahezu 17 000 Zuschauer werden also am Samstag im Stadion sein. Die Tore des Donaustadions öffnen bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff um 12 Uhr. Temperaturen bis zu 19 Grad Celsius sind in Ulm angekündigt.
Der Samstag im Liveticker
Der 4. Mai könnte zum historischen Tag für den SSV Ulm 1846 Fußball werden. Wir begleiten ihn von Morgens bis Abends in unserem Liveticker auf swp.de. Außerdem informieren wir über unsere Social–Media–Kanäle, Instagram und WhatsApp.
Vorsicht vor Viktoria Köln
Natürlich will Sportreporter Carsten Muth die Vorfreude nicht trüben. Aber warnen vor dem Gegner, das will er. Und zwar mit Recht. Die Viktoria Köln hat gezeigt, dass sie auf fremden Plätzen punkten kann. Crashen die Kölner die Spatzenparty?
Zurückhaltung beim Platzsturm
Sollte es zum Platzsturm kommen, appelliert der Verein an die Vernunft der Fans, Tore, Trainerbänke und Co. stehenzulassen und den Rasen nicht zu zerpflücken. Schließlich haben die Spatzen noch ein Heimspiel am 18. Mai gegen den SC Verl vor sich.
Thomas Wörle vor dem Aufstiegs–Matchball
Die Formkurve spricht dagegen. Das letzte Mal, als Ulm im heimischen Stadion verloren hat, war im Oktober 2023. Noch einmal heißt es für die Spatzen daher „an die Grenzen gehen“, wie es Thomas Wörle verlangt. Er sagt: „Wir brauchen diesen Mix aus Vorfreude und Anspannung.“
OB Ansbacher drückt im Stadion die Daumen
Unter den Gästen auf der Tribüne wird auch OB Martin Ansbacher sein — und die Daumen drücken. Das Spiel wolle er „unbedingt live sehen“ und sagt für den Fall des Aufstieges: „Für eine gute Party sind wir in Ulm natürlich immer vorbereitet.“
Podcast–Folge und KI–Hymne „Spatzen fliegen hoch“
Im ausverkauften Donaustadion könnten am Samstag alle Dämme brechen, wenn es heißt: Spatzen fliegen hoch! SSV–Reporterin Nadine Vogt und Carsten Muth, Leiter der SWP–Sportredaktion, sprechen in der neuesten Folge von „Spatzenfunk“ über die Euphorie in der Stadt, Gegner Köln und den möglichen Platzsturm.
In dieser Podcast–Folge gibt es zudem ein Special. Denn zum allerersten Mal ist die KI–Hymne „Spatzen fliegen hoch“ in voller Länge zu hören. Song und Podcast–Folge gibt es unter swp.de, Spotify und Apple Podcast kostenfrei zu hören.
Ulmer Traum vom Durchmarsch
Ein Sieg fehlt dem SSV Ulm 1846 Fußball noch, dann ist der Zweitliga–Aufstieg besiegelt. Der Hype ist groß — und das Team überzeugt, den Traum im Donaustadion wahr werden zu lassen. Doch damit nicht genug. Auch die Meisterschaft ist für die Wörle–Elf am Samstag in greifbarer Nähe.
Live im TV und in den Ulmer Kneipen
Wenn beim Drittligisten der Ball rollt, dann flackern die Spatzen auch in Ulmer Kneipen über die Bildschirme. Egal ob in Alt– und Weststadt, oder doch in unmittelbarer Nähe zum Donaustadion: Zahlreiche Bars– und Kneipen übertragen die Spiele des Aufsteigers. Hier gibt es die Übersicht.
Stadion–Umbau und Lizenz für die Spatzen
Die Ulmer Heimspielstätte, das Donaustadion, ist nicht Zweitliga–tauglich. Dennoch dürfen sich die Spatzen über die Zweitliga–Lizenz freuen — und bei einem Aufstieg auch im eigenen Stadion spielen. Allerdings nur, wenn die Anforderungen, die die Deutsche Fußball–Liga (DFL) stellt, bis Mitte Juli erfüllt werden:
Mannschaft, Spieler, Trainerteam
Von 0 auf 100 ging es für den Drittliga–Aufsteiger in dieser Saison. Eine Übersicht, wie der SSV Ulm in die Saison gestartet war, finden Sie hier.
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