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Verzicht auf Kanzlerkandidatur

Warum Annalena Baerbock den Weg für Robert Habeck frei macht

Die Außenministerin will nicht Spitzenkandidatin der Grünen bei der nächsten Bundestagswahl werden. Der Weg für Robert Habeck ist nun frei – allerdings nicht ohne Stolpersteine.

Erst sie, dann er: Bei der nächsten Bundestagswahl soll Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (r.) die Grünen als Spitzenkandidat führen. Annalena Baerbock, die 2021 ihre Chance hatte, zieht sich aus dem Rennen um eine Kandidatur zurück.
Erst sie, dann er: Bei der nächsten Bundestagswahl soll Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (r.) die Grünen als Spitzenkandidat führen. Annalena Baerbock, die 2021 ihre Chance hatte, zieht sich aus dem Rennen um eine Kandidatur zurück.
Michael Kappeler/dpa

Es ist ein gutes halbes Jahr her, da saß Annalena Baerbock im Talkshow-Studio von „3 nach 9“ und philosophierte über den Fußball. „Das eint ja auch Sport und Politik“, sagte die Bundesaußenministerin, „Man weiß, es geht manchmal bergauf, und manchmal auch wieder bergab.“ Damals poppte zum ersten Mal die Debatte darüber auf, wer wohl die Grünen als Spitzenkandidat in die nächste Bundestagswahl im Jahr 2025 führen wird. Obwohl „Spitzenkandidat“  im Grünen Verständnis nicht ganz richtig ist. Die Parteispitze spricht viel lieber von „Kanzlerkandidatur“, trotz der bescheidenen 14,7 Prozent aus der Wahl 2021 liegen die Ambitionen hoch, scheint das Selbstbewusstsein groß. Wer sollte es also machen, sie oder Vizekanzler Robert Habeck? Eine Antwort blieben beide lange Zeit schuldig.