So eine Lücke im Zeitplan tut sich bei Verteidigungsministerreisen nicht oft auf. Aber in der lettischen Hauptstadt Riga hat Boris Pistorius tatsächlich Gelegenheit zu einem kleinen Rundgang durch die Altstadt. Anschließend wartet allerdings nicht nur der nächste Termin, sondern auch ein dringendes Telefonat; jedenfalls steht der Minister ziemlich lange mit dem Handy am Ohr vor dem Delegationshotel. Nicht ausgeschlossen, dass es dabei um das allerneueste Bundeswehr-Krisenthema ging. Die Pannen bei der Beschaffung digitaler Funkgeräte für die Truppe verfolgen den Minister während seiner Baltikum-Reise buchstäblich auf Schritt und Tritt.
Das Funkgeräte-Problem verfolgt Pistorius bis ins Baltikum
Es sollte eine Beistandsreise für die baltischen Länder an der Ostflanke der Nato werden. Zwischendurch allerdings wirkte es, als könnte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius selbst ein bisschen Beistand gebrauchen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf der Ämari Air Base in Estland
Kay Nietfeld/dpa Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) auf der Ämari Air Base in Estland
Kay Nietfeld/dpa