Als der Stadtbaurat Otto Wicht vor 41 Jahren im niedersächsischen Buxtehude eine der ersten Tempo-30-Zonen errichtete, musste er sich beschimpfen lassen. Der Lokalpolitiker stellte Blumenkübel auf, um die Regelgeschwindigkeit herabzusenken und hieß fortan „Kübel-Otto“. Die Betonklötze würden die Straßen verstopfen und verhinderten das schnelle Fortkommen, waren die Bedenken einiger Autofahrer. Wicht blieb standhaft und Tempo 30 breitete sich fortan auf immer mehr deutschen Straßen aus. Am Freitag folgt im Bundesrat ein weiterer wichtiger Schritt.
Mobilitätswandel braucht mehr Mut
Am Freitag beschließen die Länder eine Novelle der Straßenverkehrsordnung. Damit haben Kommunen die Möglichkeit, leichter Tempo-30-Zonen auszuweisen. Der ganz große Wurf ist das Gesetz aber nicht.