Alles sieht nach einem typischen Bundespräsidenten-Termin aus: Im Großen Saal von Schloss Bellevue ist ein Podium aufgebaut, darauf schwarze Stühle, die weißen Vorhänge zum Park geschlossen. Um 35 Jahre Friedliche Revolution soll es gehen, um die Menschen, „die Freiheit und Demokratie im Osten Deutschlands errungen haben“. Impulsvorträge, Diskussion, Empfang. Eine jener zahllosen Veranstaltungen des Bundespräsidenten also, die interessant vor allem für die Geladenen sind, von denen der Rest des Landes aber nicht viel mitbekommt. Weswegen sich mitunter die Frage stellt: Was macht er eigentlich so den ganzen Tag, der Frank-Walter Steinmeier?