Ein umfangreiches Waffenpaket, militärische Ehren, jede Menge Handschläge und sehr viele warme Worte: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist bei seinem ersten Deutschlandbesuch seit dem russischen Krieg gegen sein Land mit großem Aufwand empfangen worden. Der zeigte sich entsprechend dankbar, doch eigentlich verhielt es sich genau andersherum: Geehrt wurde durch die Visite vor allem die Bundesrepublik — und zugleich auch ein bisschen rehabilitiert. Nachdem Selenskyj in den letzten Monaten schon nach Washington gereist war, nach Warschau, London oder Paris, war nun also endlich auch Berlin an der Reihe.
Die Ukraine braucht mehr als Kampfhilfe
Um sich erfolgreich gegen Russland wehren zu können, ist das neue militärische Hilfspaket aus Deutschland für die Ukraine wichtig. Doch langfristig benötigt Kiew noch etwas anderes.
Wolodymyr Selenskyj (l.), Präsident der Ukraine, wird von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor dem Bundeskanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt.
Christoph Soeder/dpa Wolodymyr Selenskyj (l.), Präsident der Ukraine, wird von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor dem Bundeskanzleramt mit militärischen Ehren begrüßt.
Christoph Soeder/dpa