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Schwere Zeiten für ungewollte Haustiere

In diesem Teufelskreis stecken die deutschen Tierheime

Pandemie und Inflation setzen den Tierheimen in Deutschland auf mehreren Ebenen schwer zu. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hat sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht. Wie er den Tierheimen helfen könnte.

Cem Özdemir (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hockt neben Heike Wegener (r), Vorsitzende des Tierschutzvereins Falkensee, in einem Katzenraum bei einem informellen Besuch im Tierheim Falkensee. Im Hintergrund Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Cem Özdemir (l, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hockt neben Heike Wegener (r), Vorsitzende des Tierschutzvereins Falkensee, in einem Katzenraum bei einem informellen Besuch im Tierheim Falkensee. Im Hintergrund Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Carsten Koall/dpa

Eine Hoffnung musste Cem Özdemir gleich zu Beginn seines ersten Besuchs in einem Tierheim als Landwirtschaftsminister enttäuschen: „Ich habe ein Verbot von zu Hause bekommen, ich darf kein neues Haustier mitbringen.“ Der Grünen–Politiker wollte sich im Brandenburger Falkensee, an der Landesgrenze zu Berlin gelegen, ein Bild über die dramatische Situation der Tierheime machen. „Jeden Tag bekommen wir die Meldung von Aufnahmestopps“, sagt Thomas Schröder, der Özdemir empfängt. Er ist Präsident des Tierschutzbundes, zu dem rund 550 Tierheime gehören. Immer mehr Heime seien an der Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit.