Später Abend im Regierungsviertel. Dennoch ist eine treibende Geschäftigkeit allgegenwärtig. Kaum überraschend, immerhin ist Wahlkampf und Diskussionswürdiges ereignet sich im Reichstagsgebäude. Wenige Gehminuten entfernt ist das Jakob-Kaiser-Haus, wo auch Sahra Wagenknecht ihr Büro hat. Die BSW-Chefin sitzt Tür and Tür mit ihren alten Weggefährten der Linken. Einer von ihnen blickt erstaunt, als er die wartenden Journalisten vor seinem Büro sieht, nickt dann aber schon fast wissend. Der Zeitplan ist aus dem Takt geraten, Wagenknechts Büroleiter kommt alle paar Minuten mit entschuldigender Miene. „Noch fünf Minuten“ – es werden deutlich mehr. Doch irgendwann öffnet sich die holzvertäfelte Tür und gibt den Weg frei. Bei gedimmtem Licht, mit einem roten Herzballon neben sich schwebend, empfängt Sahra Wagenknecht.
„Die alten Parteien wollen uns aus dem Bundestag drängen“
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist vor einem Jahr gegründet worden und hat Erfolge bei Wahlen gefeiert. Im Interview erläutert die BSW-Namensgeberin die Positionen der Partei.
Will unbedingt wieder in den Bundestag – bloß dieses Mal für ihre eigens gegründete Partei BSW: Sahra Wagenknecht.
Thomas Koehler/photothek.de
Will unbedingt wieder in den Bundestag – bloß dieses Mal für ihre eigens gegründete Partei BSW: Sahra Wagenknecht.
Thomas Koehler/photothek.de