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Regierungsgespräche in Berlin

Warum Deutschland sich nicht mit der Supermacht China anlegen will

Regierungskonsultationen sind eigentlich ein Zeichen besonderen Vertrauens und im besten Falle ähnlicher Ziele. Warum trifft sich die Bundesregierung eigentlich mit der chinesischen?

Freundlicher Empfang in Deutschland: Chinas Ministerpräsident Li Qiang (l.) auf Charmeoffensive in Deutschland, hier bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Schloss Bellevue. Im Mittelpunkt von Lis Reise stehen am Dienstag die siebenten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.
Freundlicher Empfang in Deutschland: Chinas Ministerpräsident Li Qiang (l.) auf Charmeoffensive in Deutschland, hier bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Schloss Bellevue. Im Mittelpunkt von Lis Reise stehen am Dienstag die siebenten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.
Kay Nietfeld/dpa

Wie vermittelt eine Regierung einer anderen, dass sie diese zu einem besonderen Kreis zählt? Keine Frage: indem sie vertrauensvolle Gespräche führt, und das regelmäßig. In Deutschland nennt sich das „Regierungskonsultationen“. Die Bundesregierung macht das mit einigen Freunden und Partnern so, von Frankreich über Indien bis zu den Niederlanden. Am Dienstag zum siebenten Mal mit China — einem Land, das in zunehmendem Maße nicht nur als Partner und wirtschaftlicher Wettbewerber eingestuft wird, sondern als Rivale, was sein Staatssystem betrifft.