Das Verteidigungsministerium hat sich schon für viele Minister als harter Brocken erwiesen. Alle Versuche, den undurchsichtigen und bürokratischen Apparat zu entschlacken, scheiterten entweder im Ansatz oder erreichten ihr Ziel nicht. Jetzt versucht es Boris Pistorius (SPD), der momentan zu den beliebtesten Politikern des Landes zählt. Nach einem Bericht des „Spiegel“ will er sein Ministerium deutlich verschlanken und insgesamt 300 Stellen streichen. Zehn Abteilungen im Haus würden dafür verkleinert. Zudem wird sein enger Vertrauter, Staatssekretär Nils Hilmer, künftig auch für die einflussreiche Politik-Abteilung zuständig sein. Die Mitarbeiter werden nicht entlassen, sondern in Bereiche verlagert, die nicht direkt zum Ministerium gehören.
Pistorius streicht Stellen im Ministerium und beharrt auf mehr Geld für die Bundeswehr
Verteidigungsminister Boris Pistorius will offenbar sein Ministerium verschlanken. Auf dauerhaft hohe Haushaltsgelder will er aber trotzdem nicht verzichten – zur Sicherheit des Landes.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) präsentiert neue Richtlinien für den Einsatz der Bundeswehr. In einem ersten Schritt verschlankt er sein Ministerium.
Marcus Brandt/dpa Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) präsentiert neue Richtlinien für den Einsatz der Bundeswehr. In einem ersten Schritt verschlankt er sein Ministerium.
Marcus Brandt/dpa