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Raumfahrt in Deutschland

Houston, wir haben ein Ministerium

Mit kleinen Raketen, großen Plänen und einem neuen Ministerium soll es funktionieren. Denn der Countdown läuft und die Branche boomt: Kommt jetzt die Raumfahrt made in Germany?

Am 30. März 2025 startete die Transportrakete „Spectrum 1“ des Münchner Startups „Isar Aerospace“ zum Testflug am norwegischen Weltraumbahnhof Andøya. Zumindest für ein paar Sekunden.
Am 30. März 2025 startete die Transportrakete „Spectrum 1“ des Münchner Startups „Isar Aerospace“ zum Testflug am norwegischen Weltraumbahnhof Andøya. Zumindest für ein paar Sekunden.
Uncredited/Isar Aerospace/AP/dpa

Kantige weiße Berge, glattes dunkelblaues Meer: Es ist Ende März am norwegischen Weltraumbahnhof Andøya. Elegant ragt sie empor, schlank und schwarz-weiß: „Spectrum 1“, die erste Transportrakete des bayerischen Start-ups „Isar Aerospace“. Der Countdown läuft. Träge hebt das 28 Meter lange Fluggerät ab – um 30 Sekunden später wieder in die Tiefe zu stürzen. Beim Aufprall überstrahlt ein oranger Feuerball explosionsartig den weißen Rauch. Ein kontrollierter Absturz, mit massenweise Daten und Erfahrungen für den nächsten Test. Vor allem: kein Fehlschlag. Erst recht nicht für Markus Söder.