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Proteste nach dem Tod von Mahsa Amini

Darum fasst Deutschland den Iran mit Samthandschuhen an

Seit zwei Wochen gehen im Iran Zehntausende Menschen auf die Straßen, um gegen die Regierung zu protestieren. In Deutschland und anderen europäischen Ländern bleiben die Reaktionen seltsam verhalten. Und das hat einen Grund.

Protest in Teheran: So wie hier wurde in zahlreichen Städten des Iran nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini demonstriert.
Protest in Teheran: So wie hier wurde in zahlreichen Städten des Iran nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini demonstriert.
AP/dpa

Mahsa Amini, so hieß die junge Frau, die vor zwei Wochen im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei starb. Sie hatte den Hijab, das islamische Kopftuch, nicht korrekt getragen. Der Fall löste im Iran riesige Proteste aus, vor allem — aber nicht nur — von Frauen. Die Polizei ging mit roher Gewalt dagegen vor. Mindestens 41 Menschen starben, mehr als 8000 wurden festgenommen.