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Pflegeversicherung

Ab Juli steigen die Beiträge

2022 hat die gesetzliche Pflegeversicherung einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. In diesem Jahr dürfte das Finanzloch noch größer werden. Nun sollen die Beiträge steigen.

Wie soll in Zukunft die Pflege finanziert werden? Zunächst einmal steigen die Beiträge.
Wie soll in Zukunft die Pflege finanziert werden? Zunächst einmal steigen die Beiträge.
Sebastian Gollnow/dpa

Die Beiträge für die Pflegeversicherung sollen ab Juli steigen. Das plant das Bundesgesundheitsministerium. Demnach soll der Beitragssatz generell um 0,35 Prozentpunkte nach oben gehen. Bisher liegt der allgemeine Satz bei 3,05 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen ihn je zur Hälfte. Zudem gibt es einen Zuschlag von 0,35 Punkten für Kinderlose ab 23 Jahren. An diesem Zuschlag beteiligt sich die Firma nicht. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen allerdings ab August Versicherte mit vielen Kindern entlastet werden. Das Ministerium von Karl Lauterbach (SPD) plant deshalb, den Kinderlosenzuschlag zusätzlich um 0,25 Punkte anzuheben. „Mitglieder mit mehreren Kindern werden ab dem zweiten Kind bis zum fünften Kind in Höhe von 0,15 Beitragssatzpunkten je Kind entlastet“, heißt es im Referentenentwurf.