Hat hier jemand „peinlich“ gesagt? Richtig, es war Olaf Scholz höchstpersönlich, der mit diesem Adjektiv vor einer Woche den Vorwurf konterte, er betreibe Wahlkampf auf dem Rücken der Ukraine. Ebenjener SPD-Kanzler also, der jetzt binnen zwei Tagen erst vor einem „Russisch Roulette“-Spiel mit der Sicherheit Deutschlands durch den CDU-Konkurrenten Friedrich Merz warnte und dann als größter europäischer Ukraine-Unterstützer überraschend in Kiew auftauchte.
Hat hier jemand „peinlich“ gesagt?
Natürlich ist es richtig, wenn der Kanzler in die Ukraine reist. Und natürlich gehört das Thema Krieg auch in den Wahlkampf. Aber Besonnenheits-Champion Olaf Scholz sollte seine Worte besser wägen.
Verwundeter Soldat, ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz
Kay Nietfeld/dpa
Verwundeter Soldat, ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz
Kay Nietfeld/dpa