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Öffentlicher Dienst am Limit

Das Land am Laufen halten – trotz Personalmangel?

Ewiges Warten, für jede Kleinigkeit zum Amt: Einst war der deutsche Verwaltungsapparat Modell für alle Welt, heute sorgt die Antiquiertheit für Verdruss. Und jetzt fehlt auch noch Personal. Teil 2 einer Serie über die Unzufriedenheit der Deutschen.

Nummer ziehen und warten – Alltag in deutschen Behörden. Wird es mit dem drohenden Personalmangel noch schlimmer?
Nummer ziehen und warten – Alltag in deutschen Behörden. Wird es mit dem drohenden Personalmangel noch schlimmer?
Bernd Settnik/dpa

Wenn die Deutschen sich bei einer Sache einig sein dürften, dann ist es der Verdruss über die öffentliche Verwaltung. Das kollektive Stöhnen über die langsamen und umständlichen Prozesse wäre laut und deutlich zu hören. Und womöglich wird alles noch schlimmer: Denn bis 2030 fehlen eine Million Angestellte, heißt es. Gleichzeitig wächst die Beschäftigung im öffentlichen Dienst stetig seit 2008. Wie kann das sein?