Nachdem Russland vor etwas mehr als einer Woche die Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 mit fadenscheinigen Begründungen um 60 Prozent gekürzt hat, ist sich die Bundesnetzagentur inzwischen sicher, dass die aktuelle Liefermenge nicht ausreicht, um die Gasspeicher bis zum Winter ausreichend zu befüllen. Aktuell sei die Versorgung zwar gesichert, die fehlenden Gasmengen könnten durch andere Lieferanten kompensiert werden, wenn auch zu einem hohen Preis. Auch der aktuelle Füllstand der Speicher von 58 Prozent wäre in normalen Zeiten kein Grund zur Beunruhigung.
Vervielfachung der monatlichen Gaspreise möglich
Wirtschaftsminister Habeck schlägt Alarm: Bleibt es bei der russischen Lieferkürzung, können die Speicher nicht bis zum Winter befüllt werden. Für die Gaskunden könnte dies schon bald sehr teuer werden.
Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hat die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Bald könnte Russland die Gaslieferungen sogar komplett kappen.
Michael Kappeler/dpa Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, hat die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Bald könnte Russland die Gaslieferungen sogar komplett kappen.
Michael Kappeler/dpa