„Marktverfügbarkeit“ heißt das Zauberwort, mit dem Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) dem Beschaffungsprozess in seinem Haus Beine machen will. Nehmen, was es schon gibt, statt mühsam selbst was zu entwickeln. Diese Devise gab er vor ein paar Tagen quasi als neuen Marschbefehl aus. Zugleich aber läutete der Ressortchef mit einer feierlichen Unterschrift in Spanien eine weitere Phase im größten, kompliziertesten und teuersten europäischen Rüstungsprojekt aller Zeiten ein. Allein die Entwicklung des künftigen Luftkampfsystems FCAS kostet ein ganzes Sondervermögen – nämlich hundert Milliarden Euro. Fertig werden soll das Ganze erst in rund zwei Jahrzehnten. Wie bitte?
Warum der Kampfjet der Zukunft nicht scheitern darf
Rüstung will Minister Boris Pistorius (SPD) jetzt schneller und billiger einkaufen. Zugleich gibt er Milliarden für die Entwicklung eines neuen Kampfjets aus, der nicht vor 2040 fertig wird. Was ist da los?
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
ANDRE PAIN/afp Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)
ANDRE PAIN/afp