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Münchner Sicherheitskonferenz

Können wir es ohne Amerika?

Die eigenmächtigen Verhandlungen der USA über die Ukraine zeigt genauso wie die europakritische Rede des US-Vizepräsidenten J.D. Vance in München einen Riss zwischen Europa und den USA. Die Frage lautet: Wie verteidigen wir uns eigentlich ohne Amerika?

Schelte und ein Platz am Katzentisch für Europa: US-Vizepräsident J.D. Vance vor seinem Heimflug aus München nach Washington.
Schelte und ein Platz am Katzentisch für Europa: US-Vizepräsident J.D. Vance vor seinem Heimflug aus München nach Washington.
Leah Millis/Pool Reuters/AP/dpa

Die US-Regierung hatte große Erwartungen geweckt. Nach dem eigenmächtigen Telefonat von Präsident Donald Trump mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz warteten deren Teilnehmer auf Details zu den Verhandlungen über die Ukraine, möglicherweise sogar auf einen Friedensplan. Doch sie erfuhren: nichts. Stattdessen hagelte es Kritik an Europa. Ist das Übergehen der Europäer in der Ukraine-Frage ein Indiz dafür, dass die Amerikaner Europa sich selbst überlassen?