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Migrationspolitik

Es geht um mehr als um die Zufriedenheit von Friedrich Merz

Nicht die Frage, ob die Union die Asyl-Gespräche fortsetzt oder nicht, ist entscheidend. Auf dem Spiel steht etwas viel Wichtigeres.

Gibt er rotes oder grünes Licht? Und kommt es darauf überhaupt an? CDU-Chef und Unionsfraktionsvorsitzender Friedrich Merz versucht  die Regierung in der Migrationspolitik vor sich herzutreiben.
Gibt er rotes oder grünes Licht? Und kommt es darauf überhaupt an? CDU-Chef und Unionsfraktionsvorsitzender Friedrich Merz versucht  die Regierung in der Migrationspolitik vor sich herzutreiben.
Kay Nietfeld/dpa

Oft wird es ein wenig leichtfertig vergeben, das Etikett „historisch“. Aber die Veränderungen, die hierzulande derzeit im Bereich Migration und Asyl angekündigt und erarbeitet werden, verdienen diese Bezeichnung durchaus. Das zuversichtliche „Wir schaffen das“ von Ex-Kanzlerin Angela Merkel ist endgültig der erschöpften Erkenntnis gewichen: „Wir schaffen das so wie bisher nicht mehr.“ Anders lassen sich auch die jüngsten Ankündigungen von Bundesinnenministerin Nancy Faeser gar nicht interpretieren. Welche Auswirkungen die neue Härte allerdings auf das große Projekt Europa mit seinen offenen Grenzen und seinem Solidaritätsprinzip haben wird, ist noch gar nicht absehbar.