In den meisten Fällen sind die Sitzungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eher etwas für Feinschmecker der Gesundheitspolitik. Doch am Donnerstag haben Zehntausende Patienten, für die Cannabis in erster Linie Medizin ist, gebannt darauf gewartet, wie das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen entscheiden wird. Ein Entwurf für eine Richtlinie des G-BA, die für die über 70 Millionen Versicherten gegolten hätte, wollte die Verfügbarkeit von Medizinalcannabis drastisch einschränken. Hausärzte sollten es nicht mehr verschreiben dürfen, die Pflanze sollte nur noch als Fertigarznei verschrieben dürfen – die beliebten Blüten nicht mehr.
Deswegen könnte es bald deutlich mehr Cannabis-Patienten geben
Patienten, die Cannabis als Medizin verwenden, können aufatmen: Eine Verschärfung der Vergaberichtlinien ist vom Tisch. Stattdessen dürfte es bald sogar einfacher werden, die Kosten erstattet zu bekommen.
Eine Patientin von Algea Care öffnet einen Grinder, mit dessen Hilfe medizinisches Cannabis zerkleinert wurde, während im Hintergrund eine Blüte der Pflanze und ein sogenannter Vaporizer zu sehen sind. Das Gerät wird verwendet, um die Wirkstoffe des medizinischen Cannabis zu verdampfen – also ohne schädliche Nebenprodukte wie Nikotin zu sich zu nehmen.
Philipp von Ditfurth/dpa Eine Patientin von Algea Care öffnet einen Grinder, mit dessen Hilfe medizinisches Cannabis zerkleinert wurde, während im Hintergrund eine Blüte der Pflanze und ein sogenannter Vaporizer zu sehen sind. Das Gerät wird verwendet, um die Wirkstoffe des medizinischen Cannabis zu verdampfen – also ohne schädliche Nebenprodukte wie Nikotin zu sich zu nehmen.
Philipp von Ditfurth/dpa