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Landtagswahl in Brandenburg

Eingeklemmt zwischen AfD und BSW – auch ein bundespolitisches Dilemma

Die Wahl in Brandenburg am Sonntag ist die letzte von drei ostdeutschen Landtagswahlen in diesem Jahr. Wie in Thüringen und Sachsen zeichnet sich ab, dass der Zuspruch für den rechten Rand immer größer wird und dass ohne Sahra Wagenknecht immer weniger Politik gemacht werden kann.

Vor fast genau 35 Jahren, am 7. Oktober 1989, wurde in Schwante, nördlich von Berlin, die SDP, die Sozialdemokratische Partei der DDR, gegründet. Ab Januar 1990 wurde daraus die ostdeutsche SPD, im September des Jahres erfolgte der Zusammenschluss mit der West-SPD und am 14. Oktober 1990 holte die Partei den ersten Wahlsieg in Brandenburg. Seitdem besetzen die Sozialdemokraten den Ministerpräsidentenposten. Vor vier Jahren reichte es für Dietmar Woidke aber nur, weil er eine Regierung aus SPD, CDU und Grünen schmiedete. Die sogenannte „Kenia-Koalition“ hielt erstaunlich gut, und es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass sie nach der Wahl am Sonntag weitermachen darf.