Wenn mehr oder weniger alltägliche Dinge plötzlich den Begriff „Freiheit“ angehängt bekommen, ist normalerweise Misstrauen angesagt. So zum Beispiel, als die Amerikaner während des Irak-Krieges ihre Beilagen plötzlich „Freiheits-Fritten“ nannten oder als FDP-Chef Christian Lindner Windräder und Solaranlagen in „Freiheits-Energien“ umtaufte. Nun also sind die Grünen mit einem „Freiheitsdienst“ an den Start gegangen, einem Vorschlag, dessen Umsetzung eher unwahrscheinlich ist, der aber vielleicht dazu beitragen könnte, zumindest die zwischen den Koalitionsunterhändlern von CDU, CSU und SPD verhakte Debatte über die Wehrpflicht zu befreien.