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Kindergrundsicherung

Warum die Forderung nach immer höheren Milliardensummen nichts mit kluger Sozialpolitik zu tun hat

Es wirkt wie ein Überbietungswettbewerb: Immer höhere Summen werden genannt, die in die Kindergrundsicherung gesteckt werden sollen. Dabei wäre etwas anderes viel wichtiger.

Die Tafeln kümmern sich – wie hier – um Kinder aus armen Familien. Derzeit ringen die Ampel-Koalitionäre darum, wie hoch die geplante Kindergrundsicherung ausfallen soll.
Die Tafeln kümmern sich – wie hier – um Kinder aus armen Familien. Derzeit ringen die Ampel-Koalitionäre darum, wie hoch die geplante Kindergrundsicherung ausfallen soll.
Carsten Koall/dpa

24 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr für die Kindergrundsicherung — oder darf’s noch ein bisschen mehr sein? Der Vorschlag der VdK–Chefin Bentele zur Zukunft der familienpolitischen Leistungen ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Diskussion um die finanzielle Ausstattung der Kindergrundsicherung gewaltig aus dem Ruder läuft. Es wirkt, als würde gerade ein Überbietungswettbewerb stattfinden, wer das vermeintlich größere sozialpolitische Herz hat. Bisher lag die Spanne zwischen zwei Milliarden Euro (Finanzminister Lindner) und zwölf Milliarden (Familienministerin Paus). Nun also die 24 Milliarden — absurd.