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Justizreform und die Spaltung der Gesellschaft

Die Kritik an Israel könnte ruhig ein bisschen lauter sein

Der Nahe Osten befindet sich im Umbruch. Immer mehr Staaten erkennen Israel an. Im gleichen Maße, wie die außenpolitische Gefahr abnimmt, wächst sie jedoch im Inneren des jüdischen Staates. Das stellt auch den außenpolitischen Kurs von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf die Probe.

Schwierige Partnerschaft: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (r., Bündnis 90/Die Grünen) bei ihrem Treffen mit dem israelischen Außenminister Eli Cohen im Februar 2023 in Berlin.
Schwierige Partnerschaft: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (r., Bündnis 90/Die Grünen) bei ihrem Treffen mit dem israelischen Außenminister Eli Cohen im Februar 2023 in Berlin.
Bernd von Jutrczenka / dpa

In dieser Woche jährt sich der Jom–Kippur–Krieg zum 50. Mal. Wie kaum ein anderer stand er für die Bedrohung Israels durch seine arabischen Nachbarn — und für seinen Selbstbehauptungswillen. Heute, ein halbes Jahrhundert später, steht der Nahe Osten am Beginn einer Zeitwende. Aber die Bedrohung für den jüdischen Staat kommt nicht mehr von außen, sondern von innen. Wie gefährlich wird das für das Ansehen des Landes, auch in Deutschland?