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„Junge Alternative“ vor dem Aus

Deswegen will die AfD-Spitze eine neue Jugendorganisation gründen

Nach dem Vorbild der „Jusos“ soll jedes Mitglied der dann neuen AfD-Jugendorganisation auch Parteimitglied werden müssen. Das hat auch mit Blick auf ein mögliches Verbot einen entscheidenden Vorteil.

Spielt im Wahlkampf, wie hier im Sommer in Brandenburg, für die AfD eine wichtige Rolle: Die Jugendorganisation „Junge Alternative“ soll digital und analog Wähler mobilisieren. Doch der Parteivorstand will mehr Durchgriffsrechte.
Spielt im Wahlkampf, wie hier im Sommer in Brandenburg, für die AfD eine wichtige Rolle: Die Jugendorganisation „Junge Alternative“ soll digital und analog Wähler mobilisieren. Doch der Parteivorstand will mehr Durchgriffsrechte.
Frank Hammerschmidt/dpa

Jugendorganisationen sind wichtig für die Parteien, weil sie im Wahlkampf helfen und Plakate kleben. Das ist den Ärger wert, den man in den Parteizentralen mit radikalen Forderungen aus der eigenen Jugend hat. Da rechts neben der AfD nicht mehr viel Platz ist, sollte es nicht überraschen, dass die „Jungen Alternative“ (JA) vom Verfassungsschutzes als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird. Jetzt will die AfD-Spitze die JA abwickeln und eine neue Jugendorganisation gründen – mit einem entscheidenden Unterschied.