Die Zeiten waren schon mal besser: Die Industrie steckt in der Krise und geopolitisch ziehen Gewitterwolken auf. Michael Hüther ist in diesen Tagen daher ein gefragter Gesprächspartner. Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft kann faktenreich erklären, was hierzulande schief läuft. Wir treffen den Volkswirt in Bad Saarow, eine Stunde von Berlin entfernt. Ihm hängt noch eine Erkältung nach, seinen Redefluss kann das aber nicht bremsen: Während es im brandenburgischen Herbst nachmittags immer dunkler wird, berichtet er, warum er trotz aller Probleme Optimist ist: Es müsste sich gar nicht so viel ändern, damit es wieder aufwärts geht.
„Die kommenden zehn Jahre werden die schwierigsten“
Deutschlands Wirtschaft steht unter Druck: Eine alternde Gesellschaft, teure Energie und eine sehr teure Klimawende kommen auf das Land zu. Doch der Weg aus der Krise ist laut Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, gar nicht so kompliziert.
Vor allem die Industrie im Land strauchelt. Hüther ist dennoch nicht pessimistisch: „Wir haben eine gute Ausgangslage, wir sind robuster aufgestellt als viele andere Volkswirtschaften.“
Michael Kapeller/dpa
Vor allem die Industrie im Land strauchelt. Hüther ist dennoch nicht pessimistisch: „Wir haben eine gute Ausgangslage, wir sind robuster aufgestellt als viele andere Volkswirtschaften.“
Michael Kapeller/dpa