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Gutachten hinterfragen Ampel-Pläne

Es herrscht Haushalts-Dämmerung

Der Plan, wie das 17 Milliarden Euro große Haushaltsloch gestopft werden soll, ist nach zwei Gutachten noch unsicherer als zuvor. Die Regierung wird den Haushalt 2025 wohl nachverhandeln müssen. Kritik seitens der Opposition gibt es schon jetzt.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) bei der Vorstellung seines Haushaltsentwurfs für 2025. Die Pläne werden nun durch zwei Gutachten deutlich hinterfragt.
Finanzminister Christian Lindner (FDP) bei der Vorstellung seines Haushaltsentwurfs für 2025. Die Pläne werden nun durch zwei Gutachten deutlich hinterfragt.
RALF HIRSCHBERGER/AFP

Vor knapp einem Monat saßen der Kanzler, sein Vize und der Finanzminister in der Bundespressekonferenz – abgekämpft nach einer weiteren Nachtschicht, um Haushalt und Koalition zu retten. Aber auch froh, denn ein Plan für den Haushalt 2025 stand. Pünktlich zur Sommerpause schien der monatelange Streit um Sparen an Sozialausgaben und Schuldenbremse beigelegt. Doch jetzt kommt sie doch, die Haushalts-Dämmerung. Denn die Ideen, wie das 17 Milliarden Euro große Haushaltsloch, das weiter im Regierungsentwurf prangte, zumindest halbiert werden sollen, wackeln. Die nächste Streitphase ist somit womöglich eingeläutet. Statt einen ruhigen Sommer zu verbringen, muss die Regierung in Sachen Haushalt wohl zum Nachsitzen.