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Gewerkschaft der Polizei suspendiert kritische Betriebsratschefin

Der Hinweis, dass Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei in der 2. Klasse zur Klausur reisen solle, kostet Vorsitzende der Arbeitnehmervertreter offenbar den Job.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow.
Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Bundeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, hat die Betriebsratsvorsitzende der GdP–Bundesgeschäftsstelle in Berlin von ihrer Arbeit als Referentin suspendiert. Als Begründung für die Anordnung habe Malchow ausgeführt, dass sie „bei der Einladung zur Klausursitzung des Bundesvorstands auf die Anfahrt mittels Bahntickets der Klasse 2 verwiesen habe“, heißt in einem Schreiben des Betriebsrats an den GdP–Bundesvorstand, das der SÜDWEST PRESSE vorliegt. Malchow habe ausgeführt, er vermute, dass sie beabsichtigt habe, „damit Ärger des Bundesvorstands auf ihn zu lenken“. Damit sei „eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich“.