Die Deutschen sind so krank wie seit Jahren nicht mehr. So war bereits für 2022 im AOK–Bereich mit einem Krankenstand von 6,7 Prozent ein Wert verzeichnet worden, den es seit dem Beginn der gesamtdeutschen Analyse im Jahr 1991 noch nicht gegeben hatte. Der Krankenstand gibt an, wie viel Prozent der Erwerbstätigen an einem Kalendertag durchschnittlich arbeitsunfähig waren. Treiber dieser Entwicklung waren laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK vor allem die Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen gewesen, die sich im Vergleich zu 2021 verdoppelt hätten. Knapp 30 Prozent aller erwerbstätigen AOK–Versicherten seien zudem mindestens einmal im Zusammenhang mit einer Covid–19–Erkrankung ausgefallen.
Deutsche immer häufiger krankgeschrieben
Viele Atemwegserkrankungen, aber auch psychische Probleme sorgen für immer neue Höchststände beim Arbeitsausfall.
Psychische Erkrankungen werden ein immer größeres Problem.
Fabian Sommer/dpa Psychische Erkrankungen werden ein immer größeres Problem.
Fabian Sommer/dpa