Die Bundesregierung will aufs Gaspedal treten bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Dafür soll nun ein „Vermittlungsturbo“ gezündet werden, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Andrea Nahles, Chefin der Bundesarbeitsagentur, am Mittwoch mitteilten. Das Potenzial ist groß: Rund 400 000 Geflüchtete, die derzeit im Bürgergeldbezug sind und bereits Sprachkenntnisse haben, betonte Heil. Ziel sei es, diese „schneller von der Schulbank der Integrationskurse in Arbeit“ zu bringen, idealerweise passgenau und nachhaltig. Im Fokus dabei vor allem: die Geflüchteten aus der Ukraine, die größte Gruppe unter den Geflüchteten mit Schutzstatus und absolvierten Integrationskursen.
Mit dem Vermittlungsturbo sollen Geflüchtete schneller in Arbeit kommen
Das Potenzial ist groß: Hunderttausende Geflüchtete haben ihre Sprach- und Integrationskurse absolviert, aber tun sich schwer, einen passenden Job zu finden. Der Bundesarbeitsminister will deswegen den Turbo zünden.
Geflüchtete aus der Ukraine sind oft besonders gut qualifiziert. Sie sollen nun schneller in Arbeit gebracht werden.
Stefan Puchner/dpa Geflüchtete aus der Ukraine sind oft besonders gut qualifiziert. Sie sollen nun schneller in Arbeit gebracht werden.
Stefan Puchner/dpa