Bis 2012 galten mehrere Hundert Jugendliche in Hamburg als verschollen — und zwar aus einer ganz bestimmten Gruppe. Die der jungen Menschen, die — aus den unterschiedlichsten Gründen — ohne Abschluss die Schule verlassen hatten. Oftmals tauchen sie erst Jahre später als Personen ohne Berufsausbildung in den Statistiken wieder auf. In Hamburg wie auch bundesweit sind seit Jahren rund 6 Prozent eines Jahrgangs betroffen; in Deutschland waren es 2021 rund 48 000 junge Menschen.
Warum die Länder eine Mitschuld trifft, dass Schüler ohne Abschluss im System verloren gehen
Zehntausende Schüler verlassen jährlich ohne Abschluss die Schule. Um sie aufzufangen und trotzdem in Ausbildung und Beruf zu bekommen, bräuchte es ein schnelles Agieren der Behörden. Doch die wissen nicht einmal, wer betroffen ist. Nur zwei Bundesländer bilden eine Ausnahme.
Nicht bei allen Schülerinnen und Schülern läuft es rund beim Lernen. Zehntausende verlassen jährlich ohne Abschlusszeugnis die Schule – die wenigsten Behörden sind auf sie vorbereitet. Das hat einen bestimmten Grund.
Guido Kirchner/dpa Nicht bei allen Schülerinnen und Schülern läuft es rund beim Lernen. Zehntausende verlassen jährlich ohne Abschlusszeugnis die Schule – die wenigsten Behörden sind auf sie vorbereitet. Das hat einen bestimmten Grund.
Guido Kirchner/dpa