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Familienministerin Lisa Paus

Nüchtern, sachlich und in der zweiten Reihe – aber sie kann auch anders

Die Familienministerin von den Grünen ließ die verordnete Ampel-Harmonie nach der Sommerpause in einem Eklat platzen. Dabei gilt sie vor allem als penible Arbeiterin. Was trieb sie in den Konflikt mit Christian Lindner?

Stürzte die Ampel in die Krise: Familienministerin Lisa Paus (Grüne).
Stürzte die Ampel in die Krise: Familienministerin Lisa Paus (Grüne).
Michael Kappeler/dpa

Abschluss in Meseberg: Im Barockschloss haben sich die Regierungsmitglieder anderthalb Tage lang auf den Neustart nach der Sommerpause vorbereitet. Nun folgt das große Gruppenfoto auf der Freitreppe. Ministerinnen und Minister, der Kanzler und seine Vize stehen eng an eng und blicken dabei betont fröhlich in die Kameras. Auch Familienministerin Lisa Paus (Grüne), die sich in letzter Zeit bei manchen im Kabinett ziemlich unbeliebt gemacht hat, findet ihren Platz. Neben ihr tut sich allerdings noch eine nicht gerade fotogene Lücke auf. Doch schon drängt sich von hinten die Grünen-Kabinettskollegin Steffi Lemke durch die Reihen und besetzt die Leerstelle.