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EU-Gipfel zur Ukraine

Höchste Zeit für eine deutsch-französische Initiative

Der Krieg hat sich festgefressen, die Waffenhilfen für die Ukraine schwinden, beim EU-Gipfel wird es Streit um die Milliardenhilfen für Kiew geben. Deutschland und Frankreich sollten daher etwas Neues wagen.

Ein „sehr, sehr gutes Gespräch“, schon klar. Aber was ist eigentlich herausgekommen in Sachen Ukraine? Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron letzte Woche in Berlin.
Ein „sehr, sehr gutes Gespräch“, schon klar. Aber was ist eigentlich herausgekommen in Sachen Ukraine? Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron letzte Woche in Berlin.
Sebastian Gollnow/dpa

Wohl selten hat eine Bierzelt-Rede international so viel Beachtung gefunden: Bei einem Lokaltermin in Bayern platzierte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel die spektakuläre Botschaft, dass nämlich „wir Europäer“ angesichts der Umorientierung der USA „unser Schicksal wirklich in unsere eigene Hand nehmen“ müssen. Fast sieben Jahre ist das her. Dass aber Europa inzwischen sein Geschick tatsächlich in die eigene Hand zu nehmen vermag, lässt sich wirklich nicht behaupten. Ohne die Hilfe der USA jedenfalls wäre der Krieg vor der EU-Haustür in der Ukraine längst entschieden – und zwar gegen die europäischen Interessen.