Der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft scheiterte lange am „Henne-Ei-Problem“: Mangels Abnehmern fehlten die Anreize für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur, also von Pipelines, die das klimafreundliche Gas transportieren. Ohne Infrastruktur investiert aber kein Abnehmer in den neuen Energieträger. Weder Stahlwerke, die ihre Prozesse auf Wasserstoff umstellen wollen, noch Gaskraftwerke. „Wir gehen in Vorleistung, um das Henne-Ei-Problem zu lösen“, sagte am Dienstag Thomas Gößmann, Chef der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB), einem Zusammenschluss der deutschen Gastransportunternehmen.
Im kommenden Jahr soll der Bau der Wasserstoff-Autobahn beginnen
Deutschland bekommt ein Wasserstoffnetz. Es ballt sich vor allem im Westen und Norden der Republik.
Nach und nach soll grüner Wasserstoff Erdgas ersetzen. Zu 60 Prozent können dafür existierende Gasleitungen verwendet werden.
Bernd Weißbrod Nach und nach soll grüner Wasserstoff Erdgas ersetzen. Zu 60 Prozent können dafür existierende Gasleitungen verwendet werden.
Bernd Weißbrod