Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unternimmt einen neuen Anlauf, die lange verschleppte Digitalisierung voranzubringen. Ziel sei es, bis 2025 80 Prozent der gesetzlich Versicherten mit einer elektronischen Patientenakte (ePA) auszustatten. Zugleich soll das gleichfalls bisher kaum genutzte E-Rezept zum 1. Januar 2024 „verbindlicher Standard in der Arzneimittelversorgung“ werden. „Deutschlands Gesundheitswesen hängt in der Digitalisierung um Jahrzehnte zurück“, betonte er. „Das können wir nicht länger verantworten.“ Zwei dafür nötige Gesetze – das Digitalgesetz und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz – seien „weitestgehend fertig“ und würden „in den nächsten Wochen vorgelegt“.
Nun soll es schnell gehen mit digitaler Patientenakte und E-Rezept
Das deutsche Gesundheitswesen liegt im internationlen Vergleich bei der Digitalisierung weit zurück. Das soll sich nach den Plänen von Minister Karl Lauterbach nun rasch ändern. Kann das gelingen?
Minister mit Digitalstrategie: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei der Präsentation seiner Digitalisierungspläne
Wolfgang Kumm/dpa Minister mit Digitalstrategie: Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei der Präsentation seiner Digitalisierungspläne
Wolfgang Kumm/dpa