Im Sommer 2015 segelte Claus-Peter Reisch mit seiner Lebensgefährtin von Sardinien in die griechische Ägäis. Eine Freizeittour im Mittelmeer. Von Bootsflüchtlingen, die auf gefährliche Weise versuchten, von Afrika nach Europa zu gelangen, war da schon immer wieder die Rede. „Auf der Reise haben wir uns gefragt“, erinnert sich Reisch, „was wir machen, wenn uns ein Flüchtlingsboot begegnet?“ Die Antwort stellte ihn nicht zufrieden. „Auf unserem Zwölf-Meter-Schiff haben wir Platz für maximal zehn Flüchtlinge.“ Sie müssten einen Notruf absetzen, doch was wäre mit den anderen 80 oder 100 Menschen auf dem Schlauchboot? „Für sie hätten wir nichts tun können“, lautete Reischs Fazit.
Claus-Peter Reisch rettet im Mittelmeer Flüchtlinge
Claus-Peter Reisch ist zum Gesicht der Seenotrettung im Mittelmeer geworden. Er hat ein bewegtes Jahr hinter sich.