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Bundeswehr dauerhaft in Litauen

Ein neuer Schwenk und eine riesige Aufgabe für die Truppe

„Geht nicht“ gilt nicht mehr. Die Bundeswehr will tausende Kampf­soldaten dauerhaft in Litauen stationiren. Das ist ein Zeichen.

Die Ostflanke der Nato im Blick: Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, bei seinem Besuch in Litauen.
Die Ostflanke der Nato im Blick: Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, bei seinem Besuch in Litauen.
Kay Nietfeld/dpa

„Nicht darstellbar“. So oder so ähnlich lautete bis vor wenigen Tagen noch die Antwort, die man vom Kanzler bis zum Bundeswehr–General bekam, wenn nach einer dauerhaften Stationierung der deutschen Kampftruppen–Brigade in Litauen gefragt wurde. Nun also die Kehrtwende. Mal wieder, muss man feststellen. Die Reihe der militärischen Unterstützungsleistungen, die von Deutschland zunächst als unmöglich dargestellt werden, um dann unter dem Druck der Partner und der Realität plötzlich doch als machbar zu gelten, ist inzwischen lang. Glaubwürdigkeit stärkt man so nicht.