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Bundestagswahl 2025

Lars Klingbeil – was der neue starke Mann in der SPD plant

Nach dem Wahldebakel winkt nun immerhin eine Regierungsbeteiligung unter einem Kanzler Merz. Die Stimmung bei den Sozialdemokraten ist dennoch gedrückt.

Wie weiter? Co-Parteichef Lars Klingbeil, der abgewählte Kanzler Olaf Scholz und Co-Vorsitzende Saskia Esken (v.l.) bei der Wahlnachlese der SPD im Willy-Brandt-Haus.
Wie weiter? Co-Parteichef Lars Klingbeil, der abgewählte Kanzler Olaf Scholz und Co-Vorsitzende Saskia Esken (v.l.) bei der Wahlnachlese der SPD im Willy-Brandt-Haus.
Kay Nietfeld/dpa

Da steht er auf der Bühne des Willy-Brandt-Hauses, der mutmaßlich neue starke Mann des großen Wahlverlierers SPD: Lars Klingbeil, seit Ende 2021 Co-Vorsitzender und wohl bald zusätzlich Fraktionschef. „Personell und programmatisch“ müsse sich die Partei nun neu ausrichten, kündigt er am Tag nach der Wahl an. Das soll entschlossen und energisch klingen. Nur will dazu nicht recht passen, dass er bei seinem Auftritt auf der Bühne in der SPD-Parteizentrale – neben Kanzler Olaf Scholz und der Co-Chefin Saskia Esken – wenig kämpferisch wirkt. Das  16,4-Prozent-Debakel seiner Partei bei den Bundestagswahlen steckt ihm erkennbar noch im Anzug.