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Bundespolitik

Die Konkurrenz schläft nicht

Zwei Männer, zwei Missionen: Der eine will ins Kanzleramt, der andere dort bleiben. Während es für den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz gerade läuft, hat SPD-Regierungschef Olaf Scholz mit den Problemen der Welt und seiner Ampel zu kämpfen. Bleibt jetzt nur noch die Annäherung?

Sogar eine Balkonszene wurde gegeben – trotz der Dunkelheit des Berliner Oktoberabends. Zu erkennen war aus der Ferne nicht viel; fünf Männer als Schattenrisse ganz oben im Kanzleramt, ein bisschen bemüht gestikulierend. Sollte eben jeder mitbekommen, dass sich an jenem Freitag vor einer Woche Union und SPD getroffen hatten, persönlich und in der Regierungszentrale. Das erste Mal war es natürlich nicht, und der Beginn einer wunderbaren weiteren GroKo wohl auch nicht. Wobei: Zumindest die Möglichkeit steht seither im Raum. Trotz des dämmrigen Auftritts ist also ein Signal mehr als deutlich: Es ändert sich grad was im politischen Gefüge.