Es wird wohl kein Gipfel, sondern eher ein „Gipfelchen“, wenn an diesem Dienstag auf Einladung von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger nach Lösungen für die drängendsten Schulprobleme gesucht wird. Denn die Unionsminister aus den Ländern boykottieren die Veranstaltung mit der Begründung, sie seien nicht gut genug in die Vorbereitungen eingebunden worden. So wird es schwer, ein von der FDP-Ministerin gewünschtes, schlagkräftiges „Team Bildung“ mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen zusammenzustellen. Allerdings führt auch ein richtiger Gipfel nicht unbedingt zum Erfolg. Zur Erinnerung: Bei einer solchen Veranstaltung rief die damalige Kanzlerin Angela Merkel 2008 die „Bildungsrepublik Deutschland“ aus. Es ist nicht wirklich etwas daraus geworden.
Warum eine Bundesbildungsministerin vor allem eine gute Netzwerkerin sein müsste
Der für diesen Dienstag einberufene Bildungsgipfel soll dabei helfen, die Probleme an den Schulen in den Griff zu bekommen. Doch wie Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) das Thema anpackt, ist suboptimal.
Tablets im Deutschunterricht: Die Schulen in Deutschland werden digitaler. Aber die Ausstattung mit Computern geht schleppend voran.
Marijan Murat/dpa Tablets im Deutschunterricht: Die Schulen in Deutschland werden digitaler. Aber die Ausstattung mit Computern geht schleppend voran.
Marijan Murat/dpa