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Besuch bei Republikanern in Texas

Wie sich Baerbock für Trumps Rückkehr wappnet

Was tun, falls Donald Trump im kommenden Jahr erneut ins Weiße Haus einzieht? Verbindungen können da nicht schaden. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock geht schon mal auf Tuchfühlung mit Republikanern: in deren Hochburg Texas.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock strebt stabile Beziehungen zu den USA an – auch für den Fall einer zweiten Ära Trump.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock strebt stabile Beziehungen zu den USA an – auch für den Fall einer zweiten Ära Trump.
Kay Nietfeld / dpa

Als in der Nacht zum 9. November 2016 die Endergebnisse der US–Präsidentschaftswahl auf den Fernsehschirmen auftauchten, klappten einigen im Auswärtigen Amt und Kanzleramt die Kinnladen herunter. Viele waren fest davon ausgegangen, dass nach Barack Obama seine demokratische Parteifreundin Hillary Clinton die Wahl gewinnen würde. Die US–amerikanischen Wähler jedoch hatten den Republikaner Donald Trump ins Amt gehoben. Und damit begann das Problem für die deutsche Diplomatie. Denn es gab jenseits der traditionellen Kontakte zu republikanischen Abgeordneten und Senatoren kaum belastbare Kanäle ins Lager Trumps oder in dessen Regierungsteam hinein. Und es dauerte einige Zeit, bis zumindest einigermaßen verlässliche Arbeitsverbindungen hergestellt waren.