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Rücktritt nach „D-Day“-Affäre

Die FDP versinkt im selbstverschuldeten Chaos

Weder die Existenz von Strategie-Papieren, noch die Wortwahl sind das eigentliche Problem der FDP. Sie kriegt eine lehrbuchhafte Krise nicht in den Griff – und wird zum Opfer der eigenen „Feldschlacht“.

Hat angeblich vom D-Day-Papier nichts gewusst: FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai tritt dennoch zurück.
Hat angeblich vom D-Day-Papier nichts gewusst: FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai tritt dennoch zurück.
Sebastian Christoph Gollnow/dpa

In der offenbar auch in der FDP gerne benutzten Militärsprache würde man es wohl „Friendly Fire“ nennen: versehentlichen Eigenbeschuss. Ausgerechnet FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sowie Bundesgeschäftsführer Carsten Reymann sind nun die ersten personellen Opfer der geplanten „offenen Feldschlacht“ nach dem Ampel-Aus. Die Rücktritte waren unausweichlich geworden, aber ob Bijan Djir-Sarai von Strategie-Papieren und ihrer Wortwahl tatsächlich nichts gewusst hat, ist dabei allenfalls von zweitrangiger Bedeutung.