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Ampel-Aus

Olaf Scholz als Symbol einer hoffnungslosen SPD

Boris Pistorius hat auf die Kanzlerkandidatur verzichtet, die er sowieso nie angestrebt hat. Nur einer der vielen Widersprüche in der SPD.

Jetzt geht's los. Wahlkampf mit Olaf Scholz, beim „DEMO-Kommunalkongress“ der SPD in Berlin. „DEMO" ist das kommunalpolitische Magazin der Partei. Zur Zeit steht die SPD in den Umfragen zwischen 14 und 16 Prozent.
Jetzt geht's los. Wahlkampf mit Olaf Scholz, beim „DEMO-Kommunalkongress“ der SPD in Berlin. „DEMO" ist das kommunalpolitische Magazin der Partei. Zur Zeit steht die SPD in den Umfragen zwischen 14 und 16 Prozent.
Hannes P. Albert/dpa

Jetzt sind also Lars Klingbeil und Saskia Esken schuld. Allerorten wird den SPD-Parteivorsitzenden vorgeworfen, sie hätten die Debatte über die Kanzlerkandidatur früher beenden müssen. Hätten sie? Und wie? Die Diskussion kam von der Basis der SPD und entspringt dem innigen Wunsch, ein sozialdemokratischer Messias möge kommen, um die älteste Partei Deutschlands vor dem drohenden Absturz zu bewahren. Wäre da ein Basta aus dem Willy-Brandt-Haus angemessen gewesen? Sicher, die Ausrufung des Kanzlers zum Kanzlerkandidaten hätte direkt nach dem Ampel-Bruch erfolgen können. Aber nichts spricht dafür, dass das parteiinterne Grummeln damit nicht entstanden wäre. Die SPD hat den beliebtesten Politiker in ihren Reihen, nominiert aber den unbeliebtesten. Dieses Vorgehen hätte in jedem Fall Widerspruch ausgelöst.