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Gescheitert, unbeliebt, realitätsfern – das Scholz-Dilemma der SPD

Die SPD liegt in den Umfragen stabil zwischen 14 und 16 Prozent und glaubt trotzdem an eine Aufholjagd. Dabei ist der Spitzenkandidat eines ihrer größten Probleme.

Wie beim Fußball: Hier – regiert – die SPD. Oder ist es der Imperativ? Fakt ist: Die Rest-Regierung hat keine Mehrheit mehr. Kanzlerkandidat Olaf Scholz scheint nicht der Mann zu sein, der die SPD noch einmal in die Regierung führt. Und der Parteivorsitzende Lars Klingbeil staunt, dass die FDP wirklich aus der Regierung rauswollte.
Wie beim Fußball: Hier – regiert – die SPD. Oder ist es der Imperativ? Fakt ist: Die Rest-Regierung hat keine Mehrheit mehr. Kanzlerkandidat Olaf Scholz scheint nicht der Mann zu sein, der die SPD noch einmal in die Regierung führt. Und der Parteivorsitzende Lars Klingbeil staunt, dass die FDP wirklich aus der Regierung rauswollte.
LISI NIESNER/AFP

Nein, es hat nie Zweifel daran gegeben, dass er wieder Kanzlerkandidat seiner Partei wird. Jedenfalls hatte Olaf Scholz keine. In seiner Partei hat es durchaus rumort, als eine Wahl nach der anderen die Genossen in die Verzweiflung trieb. Die Rettung kam dann ausgerechnet aus Brandenburg, wo der Kanzler zwar wohnt und kandidiert, wo ihn aber Dietmar Woidke lieber nicht im Landtagswahlkampf an seiner Seite sehen wollte. Der derzeit einzig denkbare Alternativkandidat, Boris Pistorius, hat klugerweise nicht die Machtfrage gestellt. Möglicherweise hätte er Olaf Scholz verdrängen können, aber die Wahrscheinlichkeit war groß, dass Pistorius der Sturz aus der – seiner wirklichen Ministerleistungen nicht angemessenen – Popularitätshöhe, bevorgestanden hätte.