Die AfD schürt Fremdenfeindlichkeit und bringt Verschwörungstheorien in Umlauf. Außerdem wendet sie sich Putins Eurasischer Wirtschaftsunion zu, während sie aus Euro und EU austreten will. Das gefährdet die Stabilität, Sicherheit und den Wohlstand Deutschlands. All das sind nicht Unterstellungen der politischen Gegner, sondern angesichts ihrer bevorstehenden Zustimmung für den Migrationsantrag der Union im Bundestag bekräftigt die AfD dies als ihre Haltung. Steckt dahinter Einsicht? Natürlich nicht. Es ist die Giftpille, die Friedrich Merz der Rechtsaußenpartei hingelegt hat und die diese bereitwillig schluckt. Denn es ist schlichtweg der Preis dafür, dass zumindest ein Teil der viel diskutierten Brandmauer fällt.
Warum die AfD die Giftpille von Merz schluckt
Die AfD strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Nun will sie im Bundestag dem Migrations-Antrag der Union zustimmen, obwohl er die Rechten hart kritisiert. Das gefällt nicht allen in der Partei.
Parteichefs im Fernsehstudio nach der Europawahl im vergangenen Jahr (v.l.): Friedrich Merz (CDU), Christian Lindner (FDP), Lars Klingbeil (SPD), Alice Weidel (AfD) und Sahra Wagenknecht (BSW).
Kay Nietfeld/dpa Parteichefs im Fernsehstudio nach der Europawahl im vergangenen Jahr (v.l.): Friedrich Merz (CDU), Christian Lindner (FDP), Lars Klingbeil (SPD), Alice Weidel (AfD) und Sahra Wagenknecht (BSW).
Kay Nietfeld/dpa