Bayern ist gegen Lockerungen an Silvester
Beim Corona-Gipfel werden die Beschlüsse mit Spannung erwartet
Es gibt kein allgemeines Böllerverbot, allerdings drohen lokale Einschränkungen
Dass zu Weihnachten die Kontaktbeschränkungen gelockert werden sollen, scheint beim Corona-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgemachte Sache zu sein.Unklarheiten gibt es hingegegen noch mit Blick auf Silvester: Während einige Bundesländer sich hier weiterhin großzügig zeigen wollen, sprach sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gegen Lockerungen über den Jahreswechsel aus. Offenbar will der corona-geplagte Freistaat eine Art „Silvesterverbot“ erreichen und auch die anderen Bundesländer davon überzeugen. Sollte es am 31.12. bei den für Anfang und Mitte Dezember vorgesehenen Kontaktbeschränkungen bleiben, wäre das Feiern jedenfalls nur im engsten Familienkreis möglich.
Länder wollen lokales Böllerverbot an Silvester 2020
Im Übrigen hatten sich die SPD-Länder im Vorfeld auch für ein bundesweites Böllerverbot an Silvester stark gemacht, waren vom Koalitionspartner dann aber gebremst worden. Aktuell ist vorgesehen, dass das Feuerwerk nur auf zentralen Plätzen und belebten Orten untersagt wird. Aber auch Verbote in ganzen Städten, Gemeinden oder Landkreisen sind denkbar. Gut möglich, dass Bundesländer wie Bayern von einer solchen Regelung dann stärker Gebrauch machen werden als andere.
Fun Facts zu Silvester 2020
Die Feiertagsschutzverordnung. die an Neujahr öffentlich sichtbare Arbeiten in Haus und Garten verbietet. Besser warten, bis der Kater verdaut ist!
Deutsche Sektkellereien erwirtschaften etwa 1,6 Milliarden Euro im Jahr – 18 Prozent davon allein an Silvester.
Etwa 10.000 Tonnen Feuerwerk werden in Deutschland an Silvester normalerweise gezündet.
Der Wunsch „Guter Rutsch!“ ist eine Redewendung mit jüdischer Tradition.