Egal ob beim Spazieren durch die Stadt oder im Sommerurlaub — Sonnencreme schützt die Haut vor UV–Strahlung und kann somit kurzfristig Sonnenbrand und langfristig vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs vorbeugen. Um die Haut jedoch angemessen vor der Sonneneinstrahlung zu schützen, sollte der Lichtschutzfaktor beachtet werden. Hier gibt es allerdings verschiedene Optionen, deren Bedeutung nicht immer klar ist. Was genau bedeuten LSF 30, LSF 50 und Co.?
LSF, SSF oder SPF — Was bedeuten die Abkürzungen?
LSF ist die Abkürzung für Lichtschutzfaktor. Auch die Abkürzungen SSF (Sonnenschutzfaktor) oder SPF (Sun Protection Factor) sind immer wieder auf Sonnencremes zu finden.
LSF: Diese Bedeutung steckt hinter dem Lichtschutzfaktor
Jeder Mensch kann sich über eine gewisse Zeit in der Sonne aufhalten, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Diesen Zeitraum nennt man Eigenschutzzeit. Die Eigenschutzzeit variiert je nach Hauttyp.
Der Lichtschutzfaktor erhöht diese Eigenschutzzeit. Je länger der Lichtschutzfaktor, desto höher ist man von einem Sonnenbrand geschützt. Um herauszufinden, wie lange genau man nach dem Eincremen vor einem Sonnenbrand geschützt ist, muss man die persönliche Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor multiplizieren.
Wie funktioniert und wirkt Sonnencreme? Diese Arten von Sonnenschutz gibt es
Wie ermittle ich meine Eigenschutzzeit?
Viele Menschen finden durch persönliche Erfahrung heraus, wie lang sie circa ohne Sonnenschutz in der Sonne sein können, bevor sie einen Sonnenbrand bekommen. Allerdings sollten alle Menschen Sonnencreme verwenden, da immer ein Risiko für Hautkrebs besteht. Laut weisserhautkrebs.de kann zwischen sechs Hauttypen mit jeweiliger Eigenschutzzeit unterschieden werden:
Hauttyp 1: Sehr helle Hautfarbe; rötliches oder hellblondes Haar; blaue, grüne oder hellgraue Augen. Wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen; Eigenschutzzeit der Haut weniger als 10 Minuten.
Hauttyp 2: Helle Hautfarbe; blonde oder hellbraune Haare; blaue, graue oder grüne Augen. Oft Sommersprossen; wird nur langsam braun, häufig Sonnenbrand. Eigenschutzzeit der Haut 10 bis 20 Minuten.
Hauttyp 3: Mittlere Hautfarbe, dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar; braune (blaue, grüne oder graue) Augen. Kaum Sommersprossen, wird relativ schnell braun, manchmal Sonnenbrand. Eigenschutzzeit der Haut 20 bis 30 Minuten.
Hauttyp 4: Bräunliche oder olivfarbene Haut auch in ungebräuntem Zustand. Braune Augen, braunes oder schwarzes Haar. Keine Sommersprossen, wird schnell braun, selten Sonnenbrand. Eigenschutzzeit der Haut über 30 Minuten.
Hauttyp 5: Dunkle Haut auch in ungebräuntem Zustand; dunkle Augen; schwarzes Haar. Keine Sommersprossen, wird schnell dunkelbraun. Kaum Sonnenbrand. Eigenschutzzeit der Haut über 60 Minuten.
Hauttyp 6: Dunkelbraune bis schwarze Haut auch in ungebräuntem Zustand; schwarze Augen; schwarzes Haar; keine Sommersprossen; wird schnell schwarzbraun. Praktisch nie Sonnenbrand. Eigenschutzzeit der Haut über 90 Minuten.